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Hochbeet Pflanzplan für ein ganzes Jahr

Der Pflanzplan für ihr Hochbeet

Ob Salat, Kartoffeln, Gurke, Radieschen oder Salat: Ihr neues Hochbeet bietet den perfekten Boden für fast alle Pflanzen. Beachten Sie lediglich einige grundlegende Dinge, wie zum Beispiel den richtigen Pflanzplan. Welche Gemüse kann zu welcher Jahreszeit angepflanzt werden. Welche Pflanzen streiten und welche Pflanzen vertragen sich miteinander? Was muss bei der Standortfrage beachtet werden, wenn ich bestimmte Gemüsesorten oder Kräuter ernten möchte? Und wie verhält es sich mit der Bodenbeschaffenheit, dem Wässern und Düngen?

Hochbeet Pflanzplan zusammengefasst:

  • 1. und 2. Jahr Starkzehrer: Alle Kohlarten bis auf Gurke, Kartoffel, Lauch, Kürbis, Zucchini, Sellerie und alle Kohlarten.
  • 2. und 3. Jahr Mittelzehrer: Fenchel, Endivien, Mangold, Kohlrabi, Möhren, Rettich, Radicchio, Zuckerhut, Rote Beete, Erdbeeren.
  • 3. und 4. Jahr Schwachzehrer: Erbsen, Bohnen, Radieschen, Knoblauch, Salate, Zwiebeln, Spinat, Kräuter.

  • In einem Hochbeet findet meistens alles auf einem kleineren Raum oder auf geringerer Fläche statt, als in normalen Flachbeeten. Somit sind auch die Reaktionen der Pflanzen untereinander sehr viel direkter. Aber mit nur ein wenig Sorgfalt und Bedachtsamkeit sollte das niemals ein Problem werden können.
    Lesen Sie unsere Ratschläge zur richtigen Reihenfolge in der Bepflanzung und Pflege Ihres Hochbeets.


    Sie werden sich bald schon über eine ergiebige Ernte und ein prachtvolles Gedeihen Ihres Gemüses und Ihrer Kräuter freuen!


    Worauf müssen Sie grundsätzlich bei einem Pflanzplan für ein Hochbeet achten ?


    In der Regel sind Hochbeete nicht mobil. Wo sie erst einmal stehen, werden Sie auch ohne viel Mühe nicht mehr fortbewegt werden können. Der Standort eines Hochbeets muss also sorgsam gewählt werden. Dies bedeutet aber auch, dass die Auswahl der Pflanzen an die Verhältnisse des von Ihnen gewählten Standorts angepasst werden muss. Oder Sie wissen schon ganz genau, was Sie die nächsten Jahre anpflanzen wollen. Dann suchen Sie sich den besten Platz nach der Pflanzfolge aus. Bedenken sollten Sie auch, dass Sie das Hochbeet nicht zu dicht bepflanzen dürfen. Viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner unterschätzen zu Beginn leicht, wie üppig und weit ausladend die anfangs so kleinen Setzlinge wuchern können. So nehmen zum Beispiel Kürbis- oder Zucchiniplanzen in einem nährstoffreichen Hochbeet oftmals fast einen Quadratmeter an Platz ein. Einen Platz, den man ihnen auch gewähren sollte, denn diese Pflanzen tragen dann zahlreiche Früchte, auf die Sie nicht verzichten möchten.


    Wurde das Gemüse jedoch zu eng gepflanzt, entsteht eine starke Konkurrenz um die Nährstoffe, Wasser und Licht. Sie behindern sich gegenseitig in ihrem Wuchs und gedeihen sehr viel weniger, als Sie es sich gewünscht hatten. Eine zu enge Bepflanzung fördert zudem den Pilzbefall, da die Blätter, Stiele und Früchte nicht mehr gut durchlüftet werden.

    Die Bepflanzung Ihres Hochbeets zusammengefasst:


    Die Standortansprüche Ihre Pflanzen müssen dem Standort des Hochbeets angepasst werden. Alternativ können Sie den Standort ihres Hochbeets den Ansprüchen Ihrer Pflanzen anpassen. Dies kann jedoch nur schwer korrigiert werden. Pflanzen Sie nicht zu dicht und bevorzugen Sie Gemüsesorten mit einem möglichst hohen Ertrag. Hochwachsende Gemüsesorten sollten Sie nur in tiefe Hochbeete pflanzen Teilen Sie den vorhandenen Platz geschickt ein.


    Ein Pflanzplan vom Starkzehrer über den Mittelzehrer zum Schwachzehrer


    Wenn Sie an die Befüllung Ihres Hochbeets gehen, sollten Sie auf die Verwendung des richtigen Materials achten. Seien Sie zu Beginn sorgfältig. Ihr Hochbeet und vor allem die Pflanzen werden es Ihnen später mit einem guten Ertrag danken!
    Wenn Sie alles richtig machen, wird Ihr Hochbeet zu einem unermesslichen Nährstoffreservoir.


    Wie wir bereits beschrieben hatten, besteht die obere Schicht aus guter Erde vermischt mit Kompost in ebenso hoher Qualität. Die organischen Bestandteile im Inneren Ihres Hochbeets zersetzen sich langsam und nähren somit ebenfalls die Pflanzen. Deswegen sollten Sie Ihr Hochbeet in den ersten zwei Jahren vor allem mit den sogenannten Starkzehrern bepflanzen. Also mit den Pflanzen, die einen hohen Nährstoffbedarf haben.



    Mittelzehrer besitzen einen geringeren Hunger an Nährstoffen. Mit diesen Arten können Sie Ihr Hochbeet in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit ein paar Starkzehrern bepflanzen. Hat das Hochbeet nach dem dritten Jahr schon viele Nähstoffe abgegeben und hat es sich eventuell auch ein wenig gesenkt, ist die richtige Zeit für die Schwachzehrer gekommen. Diese Pflanzen sorgen selbst bei nährstoffknappen Böden für gute Ernteerträge.


    Diese Reihenfolge vom Stark- zum Schwachzehrer ist wichtig, um eine Nährstoffauswaschung zu verhindern und gesundheitsschädliche Einlagerungen von Nitrat zu vermeiden. Vor allem Salate und Spinat können zu viel Nitrat aufnehmen, wenn sie in zu stichstoffreichen Böden stehen. Pflanzen Sie im ersten oder zweiten Jahr nur Schwachzehrer an, kann es passieren, dass wertvolle Nährstoffe von den Pflanzen teilweise nicht aufgenommen werden. Dann können diese Nährstoffe vom Gießwasser oder vom Regen ausgespült werden. Dies hätte zur Folge, dass diese Stoffe in den nächsten Jahren oder Pflanzperioden fehlen.
    Nach spätestens vier Jahren wird sich Ihr Hochbeet ein ganzes Stück abgesenkt haben. Dann können Sie es mit reifem Mist oder Kompost auffüllen. Daraufhin beginnt die Pflanzfolge wieder von vorne vom Stark-, über den Mittel- zum Schwachzehrer.

    Ein kurze Auflistung nach dem Nährstoffbedarf:

    • 1. und 2. Jahr Starkzehrer: Alle Kohlarten bis auf Gurke, Kartoffel, Lauch, Kürbis, Zucchini, Sellerie und alle Kohlarten.
    • 2. und 3. Jahr Mittelzehrer: Fenchel, Endivien, Mangold, Kohlrabi, Möhren, Rettich, Radicchio, Zuckerhut, Rote Beete, Erdbeeren.
    • 3. und 4. Jahr Schwachzehrer: Erbsen, Bohnen, Radieschen, Knoblauch, Salate, Zwiebeln, Spinat, Kräuter.


    Hochbeet Pflanzplan: Mischkultur, Vor- und Nachkultur


    Bei einer Mischkultur ist man darauf bedacht, verschiedene Pflanzen so mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen zu kombinieren, dass der Platz, Wurzelraum und Nährstoffe bestmöglich genutzt werden können. Im Idealfall ergibt sich aus einer solchen Kombination auch ein optimaler Ernteertrag.
    Das Prinzip ist dabei einleuchtend. Hier werden Pflanzen mit tiefer Pfahlwurzel direkt an die Seite der Pflanzen gesetzt, die ein Wurzelsystem nah an der Oberfläche haben. Somit müssen diese beiden Pflanzenarten nie um Wasser und Nährstoffe konkurrieren.


    Auch großwüchsige Pflanzen nutzen ihren Platz neben ihren schmalwüchsigen Freunden hervorragend aus, ohne dass die schmaleren Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen werden. Ideal sind auch stark duftende Kräuter neben empflindlicheren Gemüsesorten. Denn Basilikum, Knoblauch und andere Kräuter vertreiben mit ihrem Geruch verschiedene Schädlinge, die sonst gerne das zarte Gemüse angreifen.


    Auch die Folge vom Stark- zum Schwachzehrer ist im Prinzip eine Mischkultur. Aus dieser Art der Bepflanzung lassen sich zudem Kenntnisse zu den positiven wie negativen Einflüssen der Pflanzen untereinander gewinnen. Wir haben hier eine Liste für Sie, anhand der Sie etwas über die Verträglichkeiten erfahren können. In der Liste haben wir notiert, welche Pflanzen gerne nebeneinander stehen. Wenn Sie diese berücksichtigen, dürften Sie keinen Streit im Hochbeet erleben.

    Diese Pflanzen lieben sich und können zusammen im Hochbeet gepflanzt werden

    Auberginen: Kohlrabi, Kopfsalat, Spinat

    Buschbohnen: Chinakohl, Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, Kohlarten, Kohlrabi, Kopfsalat, Mangold, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rote Beete, Sellerie, Spinat

    Chinakohl: Buschbohnen, Erbsen, Möhren, Spinat

    Endivien: Fenchel, Kohlarten, Lauch, Stangenbohnen

    Erbsen: Chinakohl, Fenchel, Kohlarten, Kohlrabi, Kopfsalat, Möhren, Radieschen, Rettich, Rote Beete, Spinat, Zucchini

    Erdbeeren: Buschbohnen, Feldsalat, Knoblauch, Kohlarten, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Rettich, Rote Beete, Spinat, Zwiebeln

    Feldsalat: Erdbeeren, Fenchel, Knoblauch, Kohlrabi, Lauch, Radieschen, Rettich, Spinat, Stangenbohnen, Zwiebeln

    Fenchel: Endivien, Erbsen, Feldsalat, Gurken, Kopfsalat

    Gurken: Buschbohnen, Fenchel, Knoblauch, Kohlarten, Kopfsalat, Lauch, Rote Beete, Sellerie, Stangenbohnen, Zwiebeln

    Kartoffeln: Buschbohnen, Kohlrabi, Meerrettich, Spinat

    Knoblauch: Erdbeeren, Lauch, Möhren, Rote Beete, Zwiebeln

    Kohlarten: Auberginen, Buschbohnen, Endivien, Erbsen, Erdbeeren, Feldsalat, Gurken, Kopfsalat, Mangold, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Sellerie, Spinat

    Kohlrabi: Buschbohnen, Erbsen, Feldsalat, Kartoffeln, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Rettich, Rote Beete, Sellerie, Spinat

    Kopfsalat: Auberginen, Buschbohnen, Chinakohl, Erbsen, Erdbeeren, Fenchel, Gurken, Kohlarten, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Spinat

    Lauch: Endivien, Erdbeeren, Feldsalat, Gurken, Knoblauch, Kohlarten, Kohlrabi, Kopfsalat, Möhren, Sellerie

    Mangold: Buschbohnen, Möhren, Radieschen, Rettich

    Meerrettich: Kartoffeln

    Möhren: Chinakohl, Erbsen, Knoblauch, Kopfsalat, Lauch, Mangold, Radieschen, Rettich, Zwiebeln

    Radieschen/Rettich: Buschbohnen, Erbsen, Erdbeeren, Feldsalat, Kohlarten, Kohlrabi, Kopfsalat, Mangold, Möhren, Spinat, Stangenbohnen

    Rhabarber: Buschbohnen, Kohlarten, Kopfsalat, Spinat, Stangenbohnen

    Rote Beete: Buschbohnen, Erbsen, Erdbeeren, Fenchel, Gurken, Knoblauch, Zucchini, Zwiebeln

    Sellerie: Buschbohnen, Chinakohl, Gurken, Kohlarten, Kohlrabi, Lauch, Spinat, Stangenbohnen

    Spinat: Auberginen, Chinakohl, Erdbeeren, Feldsalat, Kohlarten, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Sellerie, Stangenbohnen

    Stangenbohnen: Endivien, Feldsalat, Gurken, Kohlarten, Kohlrabi, Kopfsalat, Radieschen, Rettich, Sellerie, Spinat

    Zucchini: Erbsen, Rote Beete, Zwiebeln

    Zwiebeln: Erdbeeren, Feldsalat, Gurken, Knoblauch, Kopfsalat, Mangold, Möhren, Rote Beete, Zucchini

    Anhand dieser Auflistung können Sie sich ganz einfach Ihr Lieblingsgemüse auswählen und dann schauen, was am besten dazu passt. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

     

    Von der Vor- zur Nachkultur im Hochbeet


    Einige Pflanzen wie Chinakohl oder Fenchel werden erst spät ausgesät. Sie bieten Ihnen somit die Möglichkeit, an ihrem Platz vorher frühreifende und schnellwachsende Vorkultur zu pflanzen. Genau so können frühräumende und schnellwachsende von Juli bis August abzuerntende Gemüsesorten ihnen folgenden Nachkulturen Platz machen. Gleichermaßen als Vor- sowie Nachkultur eignen sich hervorragend Spinat, frühe Radieschensorten und auch Salate.


    Die Bezeichnung von Vor- oder Nachkultur wird auch für vorjährige und darauffolgende Kulturen verwendet. Hier müssen Sie besonders darauf achten, dass Sie nur Pflanzen verschiedener Familien verwenden, die unterschiedlich Ansprüche an ihre Nahrung stellen. So ist es nicht ratsam, Erdbeeren auf Kartoffeln folgen zu lassen, da beide über einen hohen Bedarf an Kalium verfügen.

    Hier sehen Sie eine Auflistung nach Pflanzjahren


    1. Jahr hauptsächlich Starkzehrer: Kürbis, Zucchini, Fenchel, Lauch, Kartoffeln, Pflück- oder Kopfsalat
    2. Jahr hauptsächlich Mittelzehrer: Kohlrabi, Gurken, Rote Beete, Möhren, Dill, Radieschen oder Rettich
    3. Jahr: Mittel- und Schwachzehrer gemischt: Möhren, Zwiebeln, Dill, Mangold, Erdbeeren, Salate, Zwiebeln, Rote Beete
    4. Jahr Schwachzehrer: Radieschen, Salate, Erbsen


    Sollte Ihnen die Planung einer Mischkultur zu aufwendig sein oder wenn Ihnen sogar mehrere Beete zur Verfügung stehen, können Sie auch jedes Jahr nur eine Gemüsesorte pro Beet anbauen und daraufhin jährlich in jedem Beet der Pflanzfolge nachkommen. Somit brauchen Sie lediglich die unterschiedlichen Nährstoffansprüche nach starzehrend, mittel- und schwachzehrend der Pflanzenfamilien beachten.

    1. Wählen Sie für die Erstbepflanzung Ihres Hochbeets einige starkzehrende Gemüsearten nach Ihren Wünschen aus.

    2. Überprüfen Sie, ob der Standort Ihres Hochbeets den Ansprüchen der Pflanzen genügt.

    3. Schauen Sie in unserer Auflistung der Mischkulturen nach, ob sich die von Ihnen gewünschten Sorten vertragen. Gerade in Hochbeeten kommt es zwischen den Pflanzen zu Wurzelkontakten, die das Wachstum einschränken können.

    4. Ab der zweiten Bepflanzunhg Ihres Hochbeets ist es wichtig, dass Sie keine Pflanzen mit den gleichen Empfindlichkeiten auswählen, die auch schon die letztjährigen Pflanzen oder die aus dem vorletzten Jahr hatten. Suchen Sie sich dann besser andere Sorten aus.
    Besonders bei Kohlpflanzen ist es wichtig, diese so lange wie möglich nicht an den gleichen Standort zu setzen. Bei einem sehr kleinen Hochbeet sollten Sie der Erde sogar einige Jahre zur Regenerierung lassen.

    5. Kombinieren Sie frühreife und spätreifende Pflanzen
    Während eine frühreifende Kultur zügig heranwächst und dabei viel Raum benötigt, kann sie noch nicht von einer spätreifenden Pflanze gestört werden. Wenn dann die spätreifende Pflanze mehr Platz verbraucht, kann oftmals die frühere schon abgeerntet werden. Als Beispiel können Sie Radieschen mit Salat kombinieren. Sowie der Salatkopf größer und kräftiger wird, sind meistens die Radieschen schon bereit zur Ernte.

    So bepflanzen Sie Ihr Hochbeet im Winter
    Viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner glauben, dass ihre Arbeit abgeschlossen sei, wenn im Herbst die letzte Ernte erfolgt ist. Doch das Gartenjahr hat auch vier Jahreszeiten! Wenn das Hochbeet über den ganzen Winter brachliegt, kann der Niederschlag im Herbst und Winter viele Nährstoffe ausspülen und ins Grundwasser tragen. Dies ist vor allem bei Hochbeeten mit sandiger Erde der Fall.
    Dieser Verlust an Nährstoffen ist bedenklich. Doch kann er mit wenigen Mitteln vermieden werden. Warum keine Winterbepflanzung?


    Die klassischen Wintersalate wie Feldsalat, Spinat, Frisée oder Endivien können noch problemlos im Herbst angepflanzt werden. Dann sorgen sie für frische Vitamine über die Wintermonate.


    Wenn Ihnen das jedoch nicht zusagt, Sie aber Ihrem Hochbeet eine gute Fruchtbarkeit bescheren wollen, sollten Sie sich mit einer Gründüngung befassen. Bei einer Gründüngung handelt es sich um Pflanzen, die später nicht abgeerntet werden. Allein durch ihren Aufwuchs nehmen sie die Nährstoffe aus dem Boden auf und geben diese dann im Frühjahr bei ihrer Verrottung wieder ab. Zudem lockern ihre Wurzeln den Boden gut auf und können ihn sogar mit Stickstoff anreichern.
    Nicht winterharte Pflanzen wie Buchweizen und Ölrettich sterben zur Winterzeit ab und zersetzen sich. Zu den winterharten Gründüngungspflanzen gehören Klee oder Ersparsette. Diese müssen im Frühjahr gebrochen werden, aber dann auf dem Beet liegen bleiben. So verteilen sie viele für die erste Aussaat Ihres Gemüses nötigen Nährstoffe.


    Pflanzen zur Gründungung können zudem den Wuchs von Unkraut unterdrücken.
    Wenn Sie die Pflanzen zur Gründüngung früh genug aussäen oder pflanzen können, können diese sogar noch blühen und Bienen eine wichtige Nahrungsquelle bieten.

    Doch auch bei der Auswahl der Gründungung sollte die Pflanzfolge nicht vernachlässigt werden. Die beliebten Gründünger wie Ölrettich und Senf gehören zum Beispiel zu den Kreuzblütlern. Daher sollen sie nicht in Beeten ausgesät werden, in denen später Kohlgewächse sprießen sollen. Wenn Sie einen ohnehin schon komplizierten Pflanzplan haben und dabei Schwierigkeiten, die einzelnen Pflanzen miteinander zu vereinbaren, können Sie auf die Phazelie zurückgreifen. Bei dieser Pflanze kann es nicht zu Komplikationen kommen, da ihr keine bekannte Gemüsesorte angehört.


    Oft reifen die Gründüngungskulturen. nicht zu voller Größe heran, da sie meistens zu spät ausgesät werden. Wenn diese Pflanzen jedoch zu früh, eventuell schon im Sommer ausgesät werden, sollte vor allem bei Hochbeeten darauf geachtet werden, keine hoch wachsenden Kulturen zu benutzen. Zu diesen Kulturen gehören unter anderem Senf und Buchweizen.


    Unsere Tipps zum Standort und zur Fruchtfolge in Kurzfom


    Bei stickstoffarmen Böden können Sie sich am besten auf Leguminosen verlassen. Dazu gehören Lupine, Ackerbohne, Klee und Wicke. Diese reichern den Boden mit Stickstoff an. In dem darauffolgenden Jahr ist der Boden bereit für Bohnen und Erbsen.


    Haben Sie einen stickstoffarmen Lehmboden, gehören Inkarnat-Klee, Platt-Erbse und Lupine zu den effektivsten Bodenverbesserern.
    Sollten Sie selbst keinen Kohl mögen und ihn deswegen auch nich anbauen wollen, eignen sich Kreuzblütler wie Senf und Ölrettich hervorragend zur Gründüngung.
    Diese Pflanzen wachsen äußerst schnell und sind somit ideal gegen Unkraut und sorgen wegen ihrer Senföle gegen Nematoden.


    Bei sauren Böden empfehlen wir die gelbe Lupine. Wagen Sie sich an komplizierte Fruchtfolgen heran, zum Beispiel Hülsenfrüchte und Koharten, sollten Sie als Gründüngung die Phazelie bzw. Bienenfreund verwenden.

    Es kann immer sein, das kaum Zeit für eine intensive Gründüngung bleibt. So zum Beispiel, wenn Sie späträumende Gemüsearten wie Kürbis angepflanzt haben. Dann können Sie das Hochbeet mit Grasschnitt oder Laub bedecken. Als Laubdecke eignen sich am besten die Blätter von Obstbäumen. Auf Eichenlaub sollten Sie wegen der wachstumshemmenden Tannine verzichten oder dieses nur begrenzt einsetzen. Bodenbedeckungen aus Grasschnitt und Laub fördern die Bodenfauna und stärken den Humusaufbau.

    Die Vorteile einer Winterbepflanzung in Kurzform:

    • Die Nährstoffauswaschung wird verhindert.
    • Der Boden wird gelockert.
    • Der Boden wird mit Nährstoffen angereichert.
    • Das Unkraut wird unterdrückt.
    • Es werden frische Vitamine freigegeben. Zum Beispiel bei Salat und Spinat.

    Das Hochbeet für Selbstversorger im Laufe des Jahres


    Ein Hochbeet ist mehr als ein Hobby. Und es ist auch viel mehr, als der Lieferant von Leckereien. Geschickt angelegte Hochbeete können einen großen Anteil an der Lebensmittelversorgung übernehmen. Vor allem dann, wenn man sich auf hiesige Grundnahrungsmittel konzentriert.


    Frühjahr


    Schon im März lassen sich vorgezogene Erbsen in einem Hochbeet anpflanzen. Dazu gesellen Sie je eine Reihe füher oder mittelfrüher Möhren. Zwischen diese streuen Sie einige Dillsamen.
    Durch diese Vorgehensweise werden die Möhren besser keimen und Sie gewinnen gleichzeitig zarte Dillspitzen als Gewürz für Ihre Küche.
    Zusätzlich können auch Wurzelpetersilie und Pastinaken ins Beet, denn durch deren Aromen werden Eintöpfe und Suppen erst zu einem lukullischen Genuss. Wenn Sie dazu noch Lauchzwiebeln züchten, besitzen Sie ein richtig gutes Frühlingsbeet, das Sie mit gesunder Nahrung versorgt.

    Sommer


    Wenn Sie die Erbsen geerntet haben, können Sie alle Triebe knapp über dem Boden abschneiden. Die Wurzeln sollten Sie im Boden belassen, da diese Knöllchenbakterien enthalten, die den Boden mit viel Stickstoff versorgen. Sie sind daher ideal für die effektive Vorbereitung des Beets zur Aufnahme starkzehrender Gemüse wie Kürbis und Zucchini.
    Dazwischen einige Buschbohnen statt der frühen Möhren und schon können Sie über die leckersten Zutaten für gute Eintöpfe verfügen.

    Herbst


    Es gibt Gemüsesorten, die können im Sommer eine beachtliche Größe erreichen. Dazu gehören Kürbis, Zucchini aber auch der Brokkoli. Sie sollten also die noch gebliebenen Buschbohnen und Möhren nach und nach abernten, bevor diese von Brokkoli, Kürbis und Zucchini in Bedrängnis gebracht werden.


    Hochbeet - perfekt für Kinder


    Auch Kinder lieben Hochbeete. Und sie können sehr viel durch die Pflege eines Hochbeetes lernen. Gerade Kinder, die inmitten von Großstadtsiedlungen heranwachsen, sind immer wieder begeistert, wenn mehr und mehr Natur in ihr Leben eindringt.


    Denken Sie also auch bei der Bepflanzung eines Hochbeets an die Kinder.
    Von großem Vorteil ist es dann natürlich, wenn die Hochbeete etwas niedriger als gewöhnlich sind oder Sie Stufen an die Seitenwände montieren. Doch auch die Bepflanzung kann gerne kindergerecht sein. Leicht zu kultivierendes Naschgemüse oder Obst eignen sich hier hervorragend, um die Begeisterung der Kinder aufrechtzuerhalten.


    Bauen Sie Erdbeeren an und dazu Buschtomaten, Möhren und süße Erbsen.
    Ein kindergerechtes Hochbeet oder sogar ein spezielles Kinderhochbeet entwickeln sich zu regelrechten Naschgärten. Vieles wird gepflückt und landet sofort im Mund.
    Kinder lernen, welches die essbaren Pflanzen sind und welche süß schmecken oder einen sauren Geschmack haben. So entwickelt sich bei den Kindern ein wahres sinnliches Gespür für die Natur. Zudem hilft ein kindgerecht bepflanztes Hochbeet, die Geschmacksknospen der Kinder gut zu entwickeln. An die intensiven Geschmäcker, die nur die Natur bieten kann, muss sich der Gaumen erst einmal gewöhnen.


    Kinder lernen bei der Beobachtung eines Hochbeets in Augenhöhe viele Vorgänge in der Natur. Sie lernen somit ein wenig vom Kreislauf des Lebens. Pflanzen gedeihen und verwelken. Manche Blätter werden von Läusen befallen, andere nicht. Einige Blüten locken Bienen und Hummeln an, während andere von den Insekten völlig ignoriert werden.


    Um den Kindern die Freude am Hochbeet nicht zu nehmen, sondern sie sogar noch zu steigern, muss das Beet auch ein kleines Naschparadies sein. Lassen Sie Kinder immer mitbestimmen, welches Gemüse sie selbst gerne hätten. Selbstverständlich müssen Sie sich auch dann Gedanken über die Pflanzfolge machen. Kinder mögen da die Vielfalt. Da kann es bestimmt auch einmal zu Misserfolgen kommen. Aber das ist keineswegs tragisch. Misslungene Ernten gehören zum Anbau und Gartenleben dazu. Das sollte keinem Kind verheimlicht werden.

    Nun bleibt uns noch, Ihnen viel Erfolg und Freude beim Gärtnern zu wünschen. Und natürlich eine reichhaltige sowie geschmackvolle und gesunde Ernte. Genießen Sie Ihr Gärtnerinnen- und Gärtnerleben, aber überfordern Sie sich nicht. Alles in der Natur hat seine aktiven Perioden und Ruhephasen. Alles kann Genuss sein, wenn Sie keinen Wettbewerb gegen die Natur eingehen, sondern mit ihr leben.

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    Christopher

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