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Muss ein Hochbeet jedes Jahr neu befüllt werden?

Hochbeete erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit, denn immerhin sehen die tollen Highlights für Garten, Grundstück oder Terrasse und Dachterrasse nicht nur toll aus, sie bieten auch zahlreiche Vorteile, die ein echter Hobbygärtner schon bald nicht mehr missen möchte. Immerhin ermöglichen sie sogar ein Gärtnern auf kleinstem Raum, können sowohl mit Beeren und Gemüse als auch mit Blumen bepflanzt werden und nutzen selbst kleine Gartenbereiche und Nischen einfach perfekt aus. Doch ab und an stellt sich fast jeder Interessent und jede Interessentin die Frage, wie man hier eigentlich beginnt und vor allem, was man macht, wenn die Erde im Hochbeet absinkt oder wenn die Gartensaison für das betreffende Jahr mal wieder zu Ende ist. Muss ein solches Hochbeet wirklich jedes Jahr neu befüllt werden?

Ein Hochbeet muss natürlich nicht jedes Jahr neu befüllt werden. Natürlich kann es nötig sein, die Erde neu aufzufüllen, aber eine komplette Neubefüllung kann unterbleiben. 


Wir erklären, wie es am besten gemacht wird und welche Optionen zur Verfügung stehen.

Befüllung eines Hochbeets

Allgemeines zum Befüllen eines Hochbeetes

Bevor das Hochbeet im Frühjahr überhaupt erst einmal auffüllt, lohnt es sich immer, eine Schicht von Steinmehl oder sogenannten Hornspänen mit einzufüllen. Dabei wird diese Schicht von Steinmehl oder Hornspänen immer zwischen die einzelnen Schichten der aufgefüllten Substanzen eingelegt. Zudem empfiehlt sich die Verwendung von Erde, die vom Kompostierer stammt oder alternativ vom eigenen Komposthaufen, denn diese ist vom Preis her immer wesentlich günstiger als die in Säcken angebotene Variante vom Gartencenter, Baumarkt oder der Gärtnerei des Vertrauens. 

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Allerdings sollte immer auch daran gedacht werden, die Erde aus dem eigenen Komposthaufen mit der sogenannten normalen Erde zu vermischen, denn die Erde vom Komposthaufen kann eventuell zu scharf sein. Außerdem kann es sich günstig auf das Wachstum der Pflanzen auswirken, wenn diese in einer sogenannten Mischkultur angebaut werden. So können sie sich gegenseitig ergänzen und eine einseitige Entnahme von Nährstoffen aus dem Boden wird verhindert. In einem solchen Fall kann die Erde in dem betreffenden Hochbeet – abgesehen von einem regelmäßigen Auffüllen im Frühjahr – bis zu sieben Jahre lang halten. Erst dann muss das Hochbeet komplett neu befüllt werden.

Ein besonderes Augenmerk für die Bepflanzung

Ein besonderes Augenmerk verdient aber auch die Bepflanzung des Hochbeetes, denn wer hier einige Tipps berücksichtigt, kann sich lange über eine perfekte Erde freuen, sodass wenig aufgefüllt werden muss und das Innenleben des Hochbeetes lange Zeit gut verwendbar bleibt.

So ist es beispielsweise sinnvoll, im ersten Jahr der Nutzung nach dem Befüllen des Hochbeetes Pflanzen und Gemüsesorten wie Gurken, Zwiebeln, Karotten oder auch Kohl und Petersilie anzubauen. Hier ist der Grundgedanke in einer guten Nachbarschaft begründet, denn die ist nicht nur für Menschen, sondern auch für Pflanzen ganz besonders wichtig. Immerhin können sich die angebauten Bewohner des Hochbeetes so vor verschiedenen Schädlingen schützen, was wiederum förderlich für das Wachstum aller Pflanzen im Hochbeet ist. Weiterhin gilt es allerdings zu beachten, dass Pflanzen, die hoch hinaus wollen, in die Beetmitte gehören, damit alle Pflanzen genügend Licht bekommen können.

In allen weiteren Jahren nach dem Befüllen, also ab Jahr 2 der Nutzung des Hochbeetes, können zunehmend Pflanzen wie Rote Beete, Chinakohl, Rettich, Spinat oder verschiedene Salate angebaut werden, da diese Nitrat speichern. Immerhin ist die Belastung der Erde durch Nitrat bereits im zweiten Jahr stark reduziert, sodass sich eine Bepflanzung mit oder eine Aussaat von solchen Gemüsesorten durchaus anbietet.

Ein weiterer Tipp wäre das Mulchen des Hochbeetes, denn dieses kann Regenwasser wesentlich schlechter speichern als Beete zu ebener Erde, sodass Hochbeete eben auch relativ schnell austrocknen können. Eine Mulchschicht kann hier Abhilfe schaffen und unerwünschter Trockenheit vorbeugen. Eine weitere gute Möglichkeit, um den Prozess des Austrocknens zu verlangsamen, wäre die Bepflanzung mit Pflanzen, die über den Beetrand hinaus ranken. Dies sieht nicht nur schön aus, sondern verhindert auch eine zu extreme Sonneneinstrahlung auf die Erde im Hochbeet. Darüber hinaus werden auch die Seitenwände geschützt. Eine besonders angenehme Pflanze, die diesem Anspruch gerecht wird, wäre die Kapuzinerkresse.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Grundsätzlich gibt es natürlich verschiedene Varianten, nach denen ein Hochbeet befüllt bzw. neu aufgefüllt werden kann. Somit kann es sich durchaus lohnen, selbst auch etwas kreativ zu sein und hin und wieder mit den verschiedenen Materialien zu experimentieren, denn selbst dann, wenn natürlich - theoretisch - die Möglichkeit besteht, ein Hochbeet sieben Jahre lang zu verwenden, so ist das natürlich kein Muss.

Wer sich vielleicht gar nicht vorstellen kann, welche Vorteile und Nachteile die betreffende Variante mit sich bringt oder wer sich einfach nicht auf Aussagen von Freunden, Bekannten und Ratgebern verlassen möchte, kann und darf das also einfach selbst ausprobieren.

So kann es auch sinnvoll sein, das Hochbeet bereits im Herbst zu befüllen oder wenigstens mehr oder weniger vom Grund her vorzubereiten, denn natürlich stehen im Herbst die meisten Gartenabfälle wie kleine Zweige oder Äste vom Verschneiden der Bäume im eigenen Garten oder auf dem eigenen Grundstück zur Verfügung. Diese können dann bereits im Hochbeet eine weitere Verwendung finden und die unterste Schicht des Hochbeetes bilden.

Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte sich schon beim eigentlichen Befüllen des Hochbeetes genügend Zeit nehmen. Diese Mühe zahlt sich später aus und das Innenleben bzw. die Füllung des Hochbeetes bleibt lange Zeit gut verwendbar. So besteht die unterste Schicht aus größeren Holzstücken und Zweigen bzw. auch gerne kleinen Ästen. Anschließend kann eine Schicht aus halb verrottetem Kompost folgen. Dieser kann dann im Hochbeet weiter arbeiten und weiter verrotten, denn das Innenleben eines Hochbeetes ist einem Komposthaufen ähnlicher als viele Hobbygärtner glauben. Anschließend sollte eine Schicht hochwertiger Muttererde folgen, wobei der Abschluss durch eine Schicht ebenfalls hochwertiger Pflanzenerde gebildet wird.

Die Füllung des Hochbeetes wird dann etwa 10 cm bis 20 cm pro Jahr einsinken. Diese Differenz sollte am Ende der Gartensaison natürlich wieder neu aufgefüllt werden. In der Zwischenzeit entstandener Humus kann dagegen einfach im übrigen Garten verteilt werden, sodass praktisch der gesamte Garten vom Hochbeet und das Hochbeet vom Garten profitieren kann.

Tipp: Das Auffüllen bzw. Nachfüllen am Ende der Hochbeetsaison erfolgt dann ebenfalls immer durch eine Schicht hochwertiger Pflanzenerde.

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Christopher

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